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Reisen zum Polarlicht

WO KONNTE MAN DIE MOFI SEHEN?
Sichtbarkeit MoFi, Erdkarte
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Sichtbarkeit MoFi, Erdgloben
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Erstellt mit Win-OCCULT 2.0.1.


Die Mondfinsternis am 07.09.2006 findet für uns in Mitteleuropa unter recht günstigen Voraussetzungen in den Abendstunden statt (Finsternismitte um 20.51 MESZ). Leider spielt sich das ganze Geschehen ziemlich horizontnah ab. Auf 50° nördlicher Breite und 10° östlicher Läge steht der Mond bei seinem Aufgang bereits tief - und bei klarem Himmel mit bloßem Auge sichtbar - im Halbschatten der Erde. Kurz danach tritt er in den Kernschatten ein, d.h. die partielle Verfinsterung beginnt. Bis zur Finsternismitte um 20.51 hat der Mond lediglich eine Höhe von 8° über dem Ost-Horizont erreicht; selbst zum Ende der Sichtbarkeit gegen 22.20 MESZ sind es erst 20°.
Im Südosten Mitteleuropas, z.B. in Wien, sind die Bedingungen etwas besser, da der Mond 30 Minuten früher aufgeht. Deshalb kann hier der gesamte Ablauf der Finsternis - vom Sichtbarkeitsbeginn der einleitende Halbschattenfinsternis an - beobachtet werden, und der Erdtrabant steht zur Finsternismitte etwas höher am Himmel. Dagegen beginnt im Nordwesten, z.B. auf Sylt, die partielle Phase bereits vor Mondaufgang. Zur Finsternismitte geht die helle bürgerliche Dämmerung gerade zu Ende.

Wir haben für Sie ein Infoblatt erstellt, das für 20 Städte, die den gesamten deutschsprachigen Raum abdecken, den Ablauf der MoFi mit Horizonthöhen und Dämmerungsgraden darstellt. Ferner finden Sie für jeden der 20 Orte ein Diagrammm, das den Verfinsterungsgrad 5 Minuten nach Mondaufgang darstellt. Sie können sich das Infoblatt als PDF-DATEI (284 kb) herunterladen.

Wer diese MoFi bei größerer Höhe über dem Horizont beobachten möchte, kann dies im östlichen Mittelmeergebiet, z.B. an der türkischen Riviera oder in Ägypten, tun. Den Platz in der ersten Reihe (GRAFIK) haben bei dieser MoFi aber Beobachter auf den Inseln im Indischen Ozean. Auch in der Osthälfte Afrikas, in ganz Asien mit Ausnahme des Nordostens, Australien und der östlichen Antarktis ist die Mondfinsternis in ihrem kompletten Verlauf sichtbar.
In Westafrika ist die Finsternis wie in großen Teilen Europas bei Mondaufgang bereits im Gange, während sie sich in Neuseeland und dem West-Pazifik bei Mondaufgang schon dem Ende zuneigt. Pech haben diesmal die Bewohner beider amerikanischer Subkontinente, der Inseln des mittleren und östlichen Pazifiks und Grönlands, denn sie bekommen von diesem Himmelsschauspiel leider nichts zu sehen.
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Reisen zur totalen Sonnenfinsternis 2008