Eclipse MONDFINSTERNIS.INFO
DAS DEUTSCHSPRACHIGE PORTAL ZUM THEMA MONDFINSTERNISSE
Eclipse
Reisen zum Polarlicht

WIE BEOBACHTET MAN DIE MOFI?

Hintergrundmusik: Ludwig van Beethoven, Mondschein-Sonate, 2. Satz
Allgemeine Hinweise
Zum Beobachten einer Mondfinsternis benötigen Sie eigentlich nichts außer Ihren Augen. Wenn Sie ein Fernglas, und sei es auch nur ein kleines Opernglas, besitzen, so sollten Sie dieses zusätzlich benutzen - der Anblick des "Grauen Mondes" ist dann noch um vieles eindrucksvoller! Bei der MoFi am 14.03.2006 kann ein Fernglas auch ein sinnvolles Hilfsmittel sein, um die Zeitpunkte zu bestimmen, zu dem der Halbschatten erstmals bzw. letztmals sichtbar ist - die Angaben zu Sichtbarkeitsbeginn und -ende in den Tabellen sind nur grobe Schätzwerte! Nach unseren Erfahrungen ist übrigens auch eine gute Digitalkamera mit einem Zoomfaktor, der mindestens einem 200mm-Objektiv entspricht, in der Lage, den Halbschatten zu einem sehr frühen bzw. späten Zeitpunkt zu registrieren.

Im Gegensatz zu beiden MoFis des Jahres 2004 brauchen Sie sich um eine freie Horizontsicht diesmal keine Sorgen zu machen: zum erwarteten Ende der Sichtbarkeit steht der Mond immer noch etwa 35 Grad hoch. Es sollte daher in den meisten Fällen kein Problem sein, einen geeigneten Beobachtungsort in der näheren Umgebung der eigenen Wohnung zu finden.

Spezielle Hinweise
Die Halbschattenfinsternis am 14.03.2006 bietet die denkbar besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Beobachtung. Zum einen taucht der Mond vollständig in den Halbschatten der Erde ein, so dass zumindest das Maximum der Finsternis auch einem gänzlich ahnungslosen Zeitgenossen sofort auffallen wird. Zum anderen steht der Erdtrabant während des gesamten Finsternisverlaufs in nahezu gleichbleibender Höhe von 35 - 40 Grad über dem Horizont. Folglich werden weder Extinktion noch horizontnahe Dunstschichten die Beobachtung der subtilen Verschattung beeinträchtigen.
Interessant ist vor allem die Registrierung der Zeitpunkte, zu denen der Halbschatten erst- bzw. letztmalig auf der Mondoberfläche zu bemerken ist. In unseren Tabellen geben wir als Beginn (SB) und Ende (SE) der theoretischen Sichtbarkeit die Zeitpunkte an, zu denen sich die Mondscheibe schon bzw. noch mit 50% ihrer Fläche im Halbschatten der Erde befindet. Dies entspricht sowohl einschlägigen Literaturangaben als auch den Erfahrungen verschiedener Beobachter während der letzten (totalen) Mondfinsternisse. Es ist aber keinesfalls auszuschließen, dass der Halbschatten bei sorgfältiger Beobachtung bereits bei geringeren Bedeckungsgraden zu bemerken ist. Dabei spielt auch die Entfernung des Mondes vom Kernschatten eine Rolle, die bei gleichem Bedeckungsgrad durch den Halbschatten von Finsternis zu Finsternis unterschiedlich ausfallen kann, je nachdem, wie groß die Entfernung zwischen Erde und Mond gerade ist.

Wie kann nun ein Beobachtungsprogramm aussehen?
Das ideale Beobachtungsinstrument für eine Halbschattenfinsternis ist eine digitale Kamera mit mehrfachem optischem Zoom, der mindestens einem 200mm-Objektiv entsprechen sollte. Nun machen Sie beginnend mit dem Zeitpunkt des 1. Kontaktes in festen Zeitabständen - idealerweise 1 oder 2 Minuten - bei gleichbleibender Kameraeinstellung jeweils ein Foto des Mondes, bis zum Zeitpunkt des 2. Kontaktes. Für unsere eigene Kamera haben sich folgende Einstellungen bewährt:

Kamera: Minolta Dimage 7i
Bildgröße: 2560 x 1920px
Bildqualität: fine (JPEG-Format)
Zoom: Vollzoom (200 mm)
Blende: 4.5
Belichtungszeit: 1/750s oder 1/1000s
ISO-Äquivalent: 200


Um für Ihre Kamera die beste Einstellung zu finden, bietet sich eine Testserie an einem früheren Vollmond oder am fast vollen Mond am Tag vor der Finsternis an.

Wer keine geeignete Kamera zur Verfügung hat, kann ein anderes sehr empfindliches Beobachtungs- und Messinstrument nutzen: das eigene Auge. Prägen Sie sich vor dem Zeitpunkt des 1. Kontaktes zunächst die Helligkeitsverteilung auf dem Vollmond genau an, am besten mit bloßem Auge und mit einem Fernglas; schon das bescheidenste Gerät kann wertvolle Dienste leisten. Und dann wiederholen Sie die Beobachtung in festgelegten Zeitabständen, z.B. alle 2 Minuten. Ganz wichtig ist, dass Sie nicht ununterbrochen, sondern in Abständen hinschauen. Dadurch fallen Ihnen Veränderungen auf dem Mond viel deutlicher auf. Um die Adaption Ihres Auges nicht durch eine Taschenlampe zu stören, protokollieren Sie Ihre Beobachtungen am besten mit Hilfe eines Diktiergerätes.

PORTALSEITE   oder   NÄCHSTE SEITE
DOWNLOAD-BEREICH
GRAFIKEN, ANIMATIONEN, BEOBACHTUNGSHINWEISE
INHALTSÜBERSICHT
IMPRESSUM UND KONTAKT
© Reisebüro in der Südstadt GmbH 2004-06, all rights reserved
Reisen zur totalen Sonnenfinsternis 2008