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WO KONNTE MAN DIE MOFI SEHEN?

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Erstellt mit LUNECLIP.

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Die Mondfinsternis am 04.05.2004 findet für uns in Mitteleuropa unter recht güstigen Voraussetzungen in den mittleren und späten Abendstunden statt (Finsternismitte um 22.30 MESZ). Leider spielt sich das ganze Geschehen ziemlich horizontnah ab. Auf 50° nördlicher Breite und 10° östlicher Läge steht der Mond bei seinem Aufgang bereits tief - und bei klarem Himmel mit bloßem Auge sichtbar - im Halbschatten der Erde. Kurz danach tritt er in den Kernschatten ein, d.h. die partielle Verfinsterung beginnt. Bis zum Beginn der totalen Phase um 21.52 hat der Mond lediglich eine Höhe von 9° über dem Südost-Horizont erreicht; selbst beim Austritt aus dem Kernschatten gegen Mitternacht sind es erst 20°.
Im Südosten Mitteleuropas, z.B. in Wien, sind die Bedingungen etwas besser, da der Mond 30 Minuten früher aufgeht. Deshalb kann hier der gesamte Ablauf der Finsternis - vom Sichtbarkeitsbeginn der einleitende Halbschattenfinsternis an - beobachtet werden, und der Erdtrabant steht während der totalen Phase etwas höher am Himmel. Dagegen beginnt im Nordwesten, z.B. auf Sylt, die partielle Phase bereits vor Mondaufgang. Bei Eintritt der totalen Verfinsterung geht die helle bürgerliche Dämmerung gerade zu Ende. Sofern der Himmel nicht ganz klar ist, könnte der Erdtrabant jetzt für kurze Zeit ganz verschwinden, bevor er bei zunehmender Dunkelheit als "Roter Mond" wieder sichtbar wird.
Wir haben für Sie ein Infoblatt zur Mondfinsternis am 04.05.2004 erstellt, das für 20 Städte, die den gesamten deutschsprachigen Raum abdecken, den Ablauf der MoFi mit Horizonthöhen und Dämmerungsgraden darstellt. Ferner finden Sie für jeden der 20 Orte ein Diagrammm, das den Verfinsterungsgrad bei Sonnenuntergang darstellt (der Mond geht bereits einige Minuten vor Sonnenuntergang auf!). Sie können sich das Infoblatt als PDF-DATEI (236 kb) herunterladen.
Wer diese MoFi bei größerer Höhe über dem Horizont beobachten möchte,kann dies im östlichen Mittelmeergebiet, z.B. an der türkischen Riviera oder in Ägypten, tun. Den Platz in der ersten Reihe (GRAFIK) haben bei dieser MoFi aber Beobachter im südlichen Afrika und auf den Inseln im indischen Ozean. Auch in Ost- und Zentralafrika, im nahen und mittleren Osten, Zentralasien, Indien und der gesamten Antarktis ist die Mondfinsternis in ihrem kompletten Verlauf sichtbar.
In Westafrika ist die Finsternis wie in Europa bei Mondaufgang bereits im Gange, während sie sich Südamerika bei Mondaufgang schon dem Ende zuneigt. Umgekehrt geht der Mond in Australien, Indonesien und Ostasien während des Finsternisverlaufs unter. Pech haben diesmal die Bewohner Nordamerikas, der pazifischen Inseln und Grönlands, denn sie bekommen von diesem Himmelsschauspiel leider nichts zu sehen.
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