Mondfinsternis 3./4. März 2007


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Abgeschickt von Taurie am 04 Maerz, 2007 um 03:51:22:

Schön, daß es hier nun auch ein Forum gibt. Hier noch ein kleiner Bericht zur Mondfinsternis vom 3. März zum 4. März 2007 aus dem wolkigen Niedersachsen:

Zunächst war der Tag wie vorhergesagt regnerisch, mehr Dauerregen als Schauer. Zumindest nieselte es meistens vor sich hin. Am Abend lag die Region hier in Hemmingen (bei Hannover in Richtung Deister) unter einer sehr dichten und gleichmäßigen hellgrauen Wolkenschicht. Somit konnte man die Mondfinsternis hier eigentlich als Erlebnis im Freien schon abhaken.

Gegen 23 Uhr 30 hatte der Regen aufgehört, die Wolkendecke war neblig-dünn geworden, so daß man den Mond auf einmal entdecken konnte, was schon unwartet genug für mich war: als nebliger Fleck präsentierte er sich eine Viertelstunde vor Beginn der totalen Verfinsterung hoch am Himmel, am oberen Rand war er zu der Zeit noch etwas heller. Von rötlichem oder bräunlichem Farbton war allerdings nichts zu sehen, nur ein gräulicher Lichtschein, in einem starken Fernglas mit Konturen zu erkennen.

Nach gebührender Betrachtung ging ich wieder nach drinnen und las noch etwas und dämmerte vor mich hin ;-) Erst um 1 Uhr 45 stand ich noch einmal auf und ging zur Südseite der Wohnung: wie erstaunte ich, als ich schon von weitem sah, daß es draußen jetzt mondhell war! Die Koniferen gegenüber warfen alle einen deutlichen Schatten. Und die rechte untere Ecke des Mondes war in klarem Umriß schwarz durch den Kernschatten verdeckt!

Ärgerlich und erfreut zugleich beschloß ich, von nun an keine Minute mehr zu versäumen. Es war nun so klar, daß man sogar die Strahlenkränze verschiedener Mondkrater im Fernglas erkennen konnte. Um 2 Uhr 12 sollte der Austritt aus dem Kernschatten erfolgen, bis etwa 2 Uhr 22 nahm ich aber noch einen Schattenrand rechts unten wahr. Dies ist, wie ich vorhin im Internet las, häufig so: die errechnete Zeit unterscheidet sich etwas von der teleskopisch beobachteten Zeit, weil die Atmosphäre den Schatten um ungefähr 2% vergrößert; somit sieht man auch etwas länger einen Schattenwurf, als angegeben.

Schade, daß ich die Phase zwischen 0 Uhr 20 und 1 Uhr 45 versäumte, erstaunlich, daß ich dann noch so gute Sicht hatte. Damit hatte ich schon gar nicht mehr gerechnet. Gegen 2 Uhr 15 zogen nur ab und zu kleine Silberwölkchen von Westen aus unterm Mond hindurch.

Allen anderen Mondbeobachtern und astronomisch Interessierten einen herzlichen Gruß! Taurie



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