Die totale Mondfinsternis am 09.12.92 fand unter optimalen Bedingungen statt, um Mitternacht wenige Tage vor der Wintersonnenwende, also mit dem Mond extrem hoch am Himmel. Die Erwartungen waren folglich groß - und wurden wieder einmal enttäuscht, denn Mitteleuropa lag unter einer geschlossenen Wolkendecke, die auf einem etwa 2 Stunden nach Ende der MoFi aufgenommenem Satellitenbild deutlich zu sehen ist. Freilich, auch diesmal gab es einige Glückspilze, die eines der seltenen Wolkenlöcher erwischten. Nachlesen können Sie das alles in den beiden nachstehend verlinkten Berichten:
Erlebnisbericht aus Hamburg von Manfred Holl
Bericht und Fotos aus Kiel von Mario Lehwald
Foto aus den USA von Chris Cook

Satellitenbild (Infrarot, Ausschnitt) von NOAA 11 vom 10.12.1992, 04.17 UT. Image courtesy to Dundee Satellite Receiving Station, Dundee University, Scotland.
Diese Mondfinsternis war vielleicht die interessanteste der 90er-Jahre, denn sie war extrem dunkel, mit einem Danjon-Wert knapp über Null und einer Helligkeit, die der eines Sterns 3. Größe entsprach. Ursache für die große Diskrepanz zwischen vorhergesagter und beobachteter Helligkeit waren Aerosole, die durch den gewaltigen Ausbruch des Vulkans Pinatubo (Philippen) im Jahr 1991 in die Stratosphäre gelangt waren.
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