Die Halbschattenfinsternis vom 30.01.1991 fand für Mitteleuropa am frühen Morgen statt. Ein aufmerksamer Betrachter hätte ohne große Mühe eine leichte Eintrübung am nördlichen Mondrand bemerken können. Ob solche Beobachtungen tatsächlich gelangen, sei dahin gestellt. Ein etwa 3 Stunden vor Finsternismitte aufgenommenes Satellitenbild zeigt zumindest im Westen Mitteleuropas und im Alpenraum wolkenfreie Bereiche.

Satellitenbild (Infrarot, Ausschnitt) von NOAA 11 vom 30.01.1991, 03.05 UT. Image courtesy to Dundee Satellite Receiving Station, Dundee University, Scotland.
1991 war eines der gelegentlich vorkommenden Jahre, in denen es 4 Mondfinsternisse gibt, die dann entweder alle Halbschattenfinsternisse oder partielle MoFis mit sehr geringer Magnitude sind, so wie z.B. am 21.12.1991 im pazifischen Raum. Die beiden Halbschattenfinsternisse am 27.06.1991 und am 26.07.1991 waren so bescheiden, dass sie in die Kategorie "prinzipiell unbeobachtbar" fielen.
Halbschatten-MoFi am 27.06.1991 (Sichtbarkeitsdiagramm)
Halbschatten-MoFi am 26.07.1991 (Sichtbarkeitsdiagramm)
Partielle MoFi am 21.12.1991 (Sichtbarkeitsdiagramm)
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